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Friedhöfe

Früher wurden die toten Gläubigen rund um die Kirche begraben. Auch mehrfache Zerstörung und Wiederaufbau der Kirche haben den Friedhof nie angetastet. Die Gräber umschlossen die Kirche so dicht, dass man nicht mehr wußte, wie die Gläubigen eigentlich noch in die Kirche kamen. 1844 ging es dann mit dem kleinen Friedhof um die Kirche herum zu Ende. Ein neuer musste her. Zwei Grundstücke auf dem Mittelfeld wurden durch Tausch erworben. Der "alte Friedhof" reichte von 1844 bis 1900, der "Neue Friedhof" wurde zusätzlich in Benutzung genommen, nur ein paar Meter vom anderen entfernt. Auf dem "alten Friedhof" hat früher übrigens auch ein Totenhäuschen gestanden, das von Hiesfelds erstem Polizisten, auch als Gefängnis für "leichtere" Fälle benutzt wurde.
Gedenkstein Von 1866 bis 1886 wirkte mit Pastor Hermann Sander in Hiesfeld ein Pfarrer, den die Hiesfelder ganz besonders ins Herz geschlossen hatten. Das lag daran, dass Hermann Sander seinen Auftrag, seine Gemeinde mit Gottes Hilfe zu beschützen, mit nie nachlassender Inbrunst verfolgte. Die Hiesfelder dankten diese 20 jährige Verbundenheit, indem sie ihm nach seinem Tode auf dem alten Hiesfelder Friedhof ein Grab-Denkmal stifteten. Es ist noch heute dort zu bewundern.

Katholische Kirchen in Hiesfeld

Herz-Jesu-Kirche Die Gemeinde Hiesfeld nahm 1583 das evangelische Bekenntnis an. Seitdem wurden die wenigen Katholiken von Dinslaken St. Vincentius seelsorglich betreut. Von manchen wurde ein Kirchweg bis zu einer Stunde gefordert, wenn sie die Messe in Dinslaken besuchen wollten. Dieser Zustand ließ sich nur halten, weil Hiesfeld katholische Diaspora war und nur wenige von diesem Notstand betroffen waren. 1897 wurde an der Grenze zwischen Dinslaken und Hiesfeld der erste Spatenstich zu einem großen Walzwerk getan, das Dinslaken und Umgebung den Einstieg ins Industriezeitalter verschaffte. Die Anzahl der Katholiken in Hiesfeld war auf 350 gestiegen und sei "eine stete Vermehrung zu erwarten". "Die Nähe der Bergwerke und des Industriegebiets macht die Errichtung eines bescheidenen Kirchleins dringend notwendig." Der Zuzug von einigen tausend neuen Einwohnern erforderte die erste katholische Kirche in Hiesfeld, rund 300 Jahre nach der Reformation. Die neue Kirche wurde dem "Herzen Jesu" geweiht und auf dem Oberlohberg errichtet. 1906 wurde die Gemeinde als Pfarrektorat Herz-Jesu seelsorglich verselbständigt.

Heilig-Geist

Infolge der starken Bautätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1958 der Bereich Hiesfeld mit der Errichtung eines seelsorglich selbständigen Pfarrektorats abgetrennt. Dies war die Entstehung der Pfarrgemeinde Heilig Geist. Die seelsorgliche Betreuung oblag in den Jahren 1957 bis 1994 den Passionisten. Am Weißen Sonntag 1959 erhält die Heilig-Geist Gemeinde aus Münster die Mitteilung, dass schon im nächsten Jahr mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen werden kann.Am 26. September 1987 wird in einem feierlichen Gottesdienst Pater Gottfried als Pfarrer "seiner" Heilig-Geist-Gemeinde verabschiedet, in der er 31 Jahre lang so segensreich gewirkt hat.

Pater Arthur übernimmt die Aufgabe des Pfarrverwalters. Am 16. Oktober 1994 feiert Pater Arthur seinen 70.Geburtstag. Gleichzeitig tritt er, nachdem er nun 12 Jahre als Kaplan in der Heilig-Geist-Gemeinde gewirkt hat, in den wohlverdienten Ruhestand. Zahlreiche Gratulanten stellen sich ein. Ende April 1996 verabschieden die Hiesfelder "ihre" Passionisten in einem bewegenden Gottesdienst.



Die Passionisten haben das Hiesfelder Gemeinde- und Dorfleben nachhaltig geprägt. Ihnen gehört der aufrichtige Dank der Gemeinde für ihr Werk. Nach dem Rückzug der Passionisten wurde die seelsorgliche Betreuung der Pfarren Herz-Jesu und Heilig Geist in eine Hand gelegt. Zum Ende des Jahres 2000 lösten sich beide Pfarren auf und fusionierten mit Beginn des Jahres 2001 zur neuen Pfarrei Heilig Geist. Am 8. November 2009 wurde die Gemeinde aufgelöst und gemeinsam mit den Gemeinden St. Jakobus und St. Marien zur neuen Pfarrei Heilig Geist zusammengeschlossen.

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