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Hiesfeld und seine Burg

Hiesfeld ist ein Stadtteil von Dinslaken im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen und teilt sich auf in das eigentliche Dorfzentrum, sowie Barmingholten und die Hühnerheide. Es wurde erstmals in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in einem Urbar der Benediktinerabtei Werden als "Histincfelde" erwähnt. Die Gemeinde ist und war immer sehr ländlich geprägt und bestand in seinen Anfängen hauptsächlich aus Bauernhöfen und Katen.
Trotzdem hatte Hiesfeld auch einmal eine Burg, Rouleerburg oder knapp Rollerburg genannt. Sie war kein Hochherrschaftliches Gemäuer sondern eine Fliehburg. Bestanden haben solche Fliehburgen aus einer Mittelinsel um die ein oder mehrere Gräben, mit Wasser gefüllt, gezogen waren.

Das Mühlendorf im Grünen

Logo Heute steht Hiesfeld für gemütliche Dorfatmosphäre mit lebendigen kleinen, aber feinen Einkaufsstraßen, einem großen Marktplatz und viel Kultur und Natur! Hier locken neben einem gemütlichen Bummel durch die attraktiven Geschäfte des "Städtchens in der Stadt" die Wind- und Wassermühle zur Besichtigung. Der Rotbachsee und das gleichnamige Tal laden zum Reiten, Radeln oder Spazieren gehen und diversen anderen Freizeitaktivitäten ein. Das Synonym "Mühlendorf" steht eben für die Mühlen, die Natur und lebendige Atmosphäre, typisch Hiesfeld eben.

Haus Hiesfeld

Haus Hiesfeld Eine ehemalige Wasserburg am Rotbach, war der Stammsitz der adeligen Familie Histfeld, die seit dem 13. Jahrhundert als Dienstmannen der Grafen von Kleve erwähnt wurden.
Neben dem Hauptgut gehörten 2 Bauernhöfe, eine Mühle und 2 Kastelle zum Anwesen Haus Hiesfeld. Rundherum waren zinspflichtige Bauern angesiedelt. Dazu gehörten noch Besitztümer an den verschiedensten Orten in Hiesfeld und Oberlohberg. Haus Hiesfeld war der größte Grundbesitz im Kirchspiel Hiesfeld. Im Laufe der Jahrhunderte wurden viele Änderungen und Abtragungen vorgenommen, so dass das heutige Haus Hiesfeld nichts mehr von seiner alten Pracht und Größe hat. Heute erwarten uns im ehemaligen Rittergut Freude und Genuss. Haus Hiesfeld ist nun ein italienisches Restaurant.

Die Dorfkirche

Dorfkirche

Wahrscheinlich wurde im 10. Jahrhundert in Hiesfeld die erste Kirche gegründet. Die Hiesfelder Dorfkirche (St. Cyriacus) ist die Evangelische Pfarrkirche in Hiesfeld. Sie war dem Hl. Cyriakus geweiht. Das Gotteshaus ist eine einschiffige spätgotische Hallenkirche. Der vorgesetzte romanische Westturm hat einem gotischen Turmhelm aus dem 16. Jahrhundert. Im Jahr 1436 umfasste das mittelalterliche Kirchspiel neben dem Dorf Hiesfeld die Bauerschaften Barmingholten, Mittel-, Ober- und Unterlohberg. Seit 1585 ist die Gemeinde protestantisch. Die Kirche verfügt über drei Glocken. 1942 wurden 2 der Glocken zur Einschmelzung zu Kriegsmaterial konfisziert. Durch glückliche Umstände kam es dann doch nicht mehr zur Einschmelzung, sie wurden in einem Glockenlager gefunden, kehrten 1949 zur ihrer Heimatgemeinde zurück und wurden wieder in den Turm gehängt.

Der entliehene Taufstein

Taufbecken

Außerdem besitzt die Kirche wieder einen Taufstein aus dem 15. Jahrhundert. 1834 wurde der Taufstein an die Hamborner Abteikirche St. Johann verkauft. Die Rückkehr des Taufsteins aus der Abtei Hamborn nach Hiesfeld und dessen Restaurierung und Aufstellung in der Dorfkirche wurden bereits 2014 durchgeführt.
Und dass die Dorfkirche heute noch in all ihrer Schönheit auf dem Kirchhofhügel über den Dorfkern ragt, haben die Hiesfelder laut Erzählungen Rosa Kesper zu verdanken. Der Kirchturm diente nämlich den alliierten Soldaten als Orientierungspunkt für ihre Geschütze und sollte daher von deutscher Seite noch in den letzten Kriegstagen gesprengt werden. Rosa Kesper, als resolut und robust bezeichnet, schimpfte die Pioniere aus. "Ihr sollt euch was schämen!", soll sie unter anderem gesagt haben. Was auch immer sie ihnen noch an den Kopf warf, es half. Die Sprengung wurde nicht vorgenommen, das Hiesfelder Wahrzeichen blieb bis heute erhalten.

Inneres der Dorfkirche

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